WSB-Projekte: Noch nicht am Ziel
Eine solche Dynamik konnte im Herbst 2024 keiner erwarten. Damals setzten sich Vertreter von smart and public und der Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB) erstmals zusammen. Und schon ging es los. Nach und nach brachten die Verkehrsplaner intern altbekannte Digitalisierungslücken auf den Tisch, was schließlich in neu geschmiedeten Zukunftsvisionen mündete. Aus schnell entwickelten Minianwendung sprossen frische Ideen. Und die Zusammenarbeit geht weiter. Hier berichten vier Projektbeteiligte.
» Als der Beschluss stand, das Thema mit smart and public anzugehen, ging es dann überraschend schnell und die Kollegen hatten schon einen ersten Lösungsansatz parat. «
Daniel Müller über den Projektstart
Daniel Müller, (ITCS- und DIVASystembetreuer MD-PV), über die vorgebrachten Bedarfe
Unser System spuckt die Übersicht über die Auslastung einzelner Fahrten nur mit viel Aufwand und nur für Expertenaugen aus. Das war lange nicht weiter schlimm, weil wir nur alle paar Monate darauf zurückgreifen mussten. Das änderte sich aber zuletzt. Wir setzen, auch angetrieben von Ralf Willrett (WVV-Geschäftsführer Mobilität, Anm. d. Red.), immer mehr auf datenbasierte Entscheidungen. Deshalb benötigen wir die Informationen nun viel häufiger.
Als der Beschluss stand, das Thema mit smart and public anzugehen, ging es dann überraschend schnell und die Kollegen hatten schon einen ersten Lösungsansatz parat. Anfangs nur zur Präsentation etwa für Stadträtinnen und -räte gedacht, haben wir darin auch viele Potenziale für unsere interne Arbeit erkannt – die nach und nach ausgeschöpft wurden.
Als nächstes gingen wir dann die automatisierte Einarbeitung von Streckenänderungen in die Umlaufpläne an. Daran tippte bisher ein Kollege seine halbe Wochenarbeitszeit herum. Dank smart and public kann der sich nun auf seine eigentlichen Aufgaben konzentrieren, was die Gruppe extrem entlastet.
Christian Zeller, Product Owner, über die Projekt-Abläufe und -Organisation
Wir arbeiten agil miteinander. Das heißt, dass wir in kurzen Abständen Zwischenergebnisse präsentieren, direktes Feedback einholen und das in die nächsten Schritte einbauen. Die Arbeitsweise wurde von den WSB-Kollegen sofort positiv aufgenommen und verinnerlicht. Alle bleiben im Bilde, was zu produktiven Meetings führt. Lösungsorientiert und auf Augenhöhe.
Das ist auch die Basis für die immer neuen Themen, die wir gemeinsam anstoßen. Alles in allem ist das eine wirklich angenehme und positive Zusammenarbeit, da die Kollegen der WSB wirklich etwas bewegen wollen und wir ihnen dabei helfen können.
» Die Zusammenarbeit könnte kaum besser sein. [...] Das kann gerne so weitergehen. «
Dirk Münch über die Projektarbeit mit smart and public
Bastian Weidinger, Software-Entwickler, über die Lösungen
Die bisherige Zusammenarbeit lässt sich in drei Anwendungen splitten: Lastteppich, Umlaufplan und aktuell der Digitale Zwilling. Der Lastteppich war im Herbst 2024 eine schnelle Lösung für die bessere Visualisierung von Auslastungen. MD-PV exportiert Daten aus ihrer Software als Excel, importiert diese in unsere Anwendung und bekommt die gewünschten Darstellungsoptionen. Hier erhöhten wir nach und nach den Automatisierungsgrad und die Möglichkeiten der Visualisierung.
Die zweite Herausforderung war der Umlaufplan, der durch unsere Lösung nun nicht mehr abgetippt werden muss und direkt auf den iPad- und Smartphone-Displays der Fahrerinnen und Fahrer landen kann. Und als drittes werden wir im bisher größten Projekt einen Digitalen Zwilling erstellen, quasi ein Datenabbild der physischen Realität als Karte. Dort fließen dann neben den vorhandenen Infos etwa zur Bus- und Straba-Auslastung auch Wetter- oder strukturelle Daten ein, die richtig verschnitten einen Blick in die Zukunft zulassen. Machine Learning ist da gefragt, das ist so was wie die erste Stufe der Künstlichen Intelligenz.
Dirk Münch, Gruppenleiter Verkehrsplanung (MD-PV), über weitere Pläne
Die Entwicklung unseres Digitalen Zwillings steht in den Startlöchern. Da sehen wir wahnsinnig viel Potenzial und andauernden Weiterentwicklungsbedarf. Und auch die bisherigen Projekte, Lastteppich und Umlaufplan, können, wenn es nach mir geht, ständig erweitert und an neue Bedarfe angepasst werden.
Als ich vor eineinhalb Jahren in die Abteilung gewechselt bin, wunderte ich mich noch über die Vielzahl an Daten und Statistiken, die hier gesammelt und erstellt werden. Für was das alles gut sein kann, sehen wir spätestens jetzt. Wenn wir irgendwann echte Waswäre-wenn-Szenarien digital durchspielen können, wird unser Angebot noch viel bedarfsgerechter.
Die Zusammenarbeit könnte kaum besser sein: kurze Wege und Abstimmungen, auf unsere Wünsche wird direkt eingegangen und persönliche Meetings sind möglich. Zudem bleibt das Geld im Konzern. Das kann gerne so weitergehen. Wir sind auf jeden Fall noch nicht am Ziel.
Weitere Beiträge:
Alle Artikel
5. Mai 2025
Innovation gelingt nur miteinander
11. Februar 2025
Daseinsvorsorge, und was wir darunter verstehen
19. Dezember 2024
Smart City Hub x GIS: Use Cases im Schnellverfahren
Komm' mit uns ins Gespräch!
... oder besuch' uns:
Skyline Hill Center – Südflügel
Leightonstraße 3
97074 Würzburg
... oder schreib' uns einen Brief:
smart and public GmbH
Haugerring 5
97070 Würzburg